Ich habe inzwischen den zweiten. Auf den ersten ist das Rad draufgefallen (aber eigentlich war das Kugelgelenk schon vorher ausgeleiert). Beim zweiten ist das Kugelgelenk inzwischen auch schon wacklig.

Eigentlich dachte ich, es sei ganz nett, auch mal nach hinten linsen zu können, aber musste feststellen, dass ich, wenn ich's gern mal täte, die Position wieder neu einstellen musste (siehe Kugelgelenk ...), und dann war's meistens nicht mehr notwendig. Zudem habe ich gefühlte Ewigkeiten gebraucht, um überhaupt eine Position zu finden, mit der man einigermaßen etwas erkennen kann. Finde aber immer noch, dass man viel zu wenig erkennt (zumindest wenn man Autospiegel gewöhnt ist).

Das vielzitierte Rechtzeitig-in-den-Graben-springen-Können habe ich noch nie angewandt, auch nicht auf polnischen LKW-Transitstrecken, wofür ich gedacht hatte, dass ich den Spiegel brauchen würde. War vielleicht leichtsinnig, oder Fatalismus, aber hat geklappt cool Dachte auch, bis ich bei diesem kleinen Sichtfeld-Ausschnitt das einschätzen kann, was da hinter mir vor sich geht, ist es eh schon zu spät und habe darauf vertraut, dass niemand die Absicht hat, einen Radler von der Straße zu räumen.

Ich würde, glaube ich, eher Satteltaschen in einer gut sichtbaren Farbe einsetzen (die orangenen z.B. sind weithin sichtbar) oder zumindest eine Warnweste um's Gepäck wickeln, damit man so rechtzeitig gesehen wird, dass die Wahrscheinlichkeit auch so größer wird, ohne genauere Kenntnis des nächsten Grabens weiterradeln zu können.

Eigentlich benutze ich ihn inzwischen nur noch, um nachzusehen, ob der aktuelle Sonnenbrand schon die kritische Grenze erreicht hat – dafür würde er mir wahrscheinlich wirklich fehlen, wenn ich keinen mehr hätte grins