Radreise & Fernradler Forum
Radreise & Fernradler Forum
Wer ist online?
25 Mitglieder (iassu, Cruising, Elch, Job, Felix-Ente, Helga 3, 9 unsichtbar), 267 Gäste und 366 Suchmaschinen sind im Forum unterwegs.
Details
Erweitert
Rund ums Forum
Regeln
Die Regeln für dieses Forum
Nutzungsbedingungen
Vereinbarungen für die Benutzung
Das Team
Wer steht hinter dem Forum?
Verifizierung
Offenlegung deiner Identität
Beteiligte Homepages
Radreise-Seiten, die das Forum eingebunden haben
Mach mit!
Dieses Forum für deine Homepage
RSS Feeds RSS
Eine Übersicht öffentlicher RSS Feeds
Plauderecke
Zum Unterhalten und Plauschen
Die Geschichte
Die Geschichte des Forums
Spende
Unterstütze das Forum
Radreise-Wiki
Partnerseiten
Statistik
27792 Mitglieder
93571 Themen
1454580 Beiträge

In den letzten 12 Monaten waren 3039 Mitglieder aktiv. Die bislang meiste Aktivität war am 23.01.20 13:09 mit 2187 Besuchern gleichzeitig.
mehr...
Themenoptionen
#1465418 - 08.04.21 14:09 Biwaksack
Gina
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 363
Hallo, ich spiele mit dem Gedanken zusätzlich zu Zelt auf meinen Sommerreisen einen Biwaksack mitzunehmen. Ich würde ihn bei gutem Wetter beim Schwarzzelten zusammen mit Luftmatraze und Schlafsack verwenden wollen.
Ich habe mir schon mal den ausgesucht.
Was meint ihr? Reist jemand so?
Liebe Grüße
Gina
Nach oben   Versenden Drucken
#1465421 - 08.04.21 14:24 Re: Biwaksack [Re: Gina]
StephanBehrendt
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 12836
Ich sach nur: Tropfsteinhöhle. Erfunden wurde der wasserdichte Sack, um Bergsteiger vor dem Erfrieren zu retten.
------------------------
Grüsse
Stephan
Nach oben   Versenden Drucken
#1465427 - 08.04.21 15:30 Re: Biwaksack [Re: Gina]
Gitanesraucher
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 310
… also den nicht - wasserdicht und atmungsaktiv muss der Sack schon. Das gibt es aber nur in den höheren Preisklassen:

Die mit Abstand besten, aber teuersten Säcke sind die von der österreichischen Firma "Carinthia":
https://www.carinthia.eu/de/sleeping-bag-cover-p867/
Gewicht 1000 g
300 g leichter, dafür noch teurer:
https://www.carinthia.eu/de/combat-p324/
Mit 600 g am leichtesten und vgl. preiswert:
https://www.carinthia.eu/de/expedition-cover-gore-p354/

Die Farben: "nato-oliv", bzw. "grau-oliv". Die Hauptabnehmer der Biwaksäcke sind weltweit die Militärs.

Auf dieser Seite werden preiswertere und "zivilere" Modelle vorgestellt:
https://survivaljunkies.de/biwaksack/
Die meisten Radfahrer schimpfen über das schlechte Wetter, aber kaum einer tut was dagegen (frei nach Mark Twain).
Nach oben   Versenden Drucken
#1465429 - 08.04.21 15:52 Re: Biwaksack [Re: Gina]
Fahrradfips
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 1124
Der von dir verlinkte ist nicht atmungsaktiv und wirklich nur für den Notfall. Günstig, gut und atmungsaktiv gibts z.B. bei Alpkit .
Ein Tarp für übern Kopf ist ganz angenehm, wenn man nicht mit immer trockenem Wetter rechnen kann...
Gruß, Jonas

Nach oben   Versenden Drucken
#1465437 - 08.04.21 18:21 Re: Biwaksack [Re: Gina]
DebrisFlow
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 5437
Ich bin wieder weg vom Biwaksack.
Warum? Selbst die atmungsaktiven, ich hatte den verlinkten Carinthia mit Gore Tex aus BW- Beständen, bilden einfach zu viel Kondenswasser im Innern. Man muss sich fragen wovor der Sack schützen soll. Vor Nässe? Im Regen spanne ich mein Tarp und liege nicht mit dem Sack im Freien. Vor Kälte? Dann nehme ich den dickeren Schlafsack, bzw. ein Inlett.
Ich schlafe also inzwischen ausschließlich auf ner Plane im Schlafsack mit Isomatte, bei schlechtem Wetter Tarp drüber. Erprobt bei Dauerregen und auch jetzt im Winter bei -10°C. Man holt sich zwar den taupunktrelevanten Bereich an die Außenseite des Schlafsackes heran, war aber bislang nie dramatisch, bzw. weniger nass als mit Biwaksack.
Viele Grüße,
Andy
Meine Touren im Radreise-Wiki
Nach oben   Versenden Drucken
#1465457 - 08.04.21 21:01 Re: Biwaksack [Re: Gina]
harald.m
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 38
Unterwegs in Deutschland

Schau dir mal die letzten Videos von "Two wheel travel" auf youtube an. Der ist hart drauf, er campt immer wild, benutzt je nach Situation Schlafsack/Biwaksack von Decathlon/Tarp und nachdem ihm jemand ein Zelt geschenkt hat nur noch das Zelt.

Ich hab so ein einwandiges superleichtes China Zelt (Naturehike Tagar). Das ist nichts anderes als ein grosser Biwaksack, mit dem für mich essentiellen Vorteil daß zwischen mir und dem Insektenleben eine Barriere ist. Ist natürlich eine Tropfsteinhöhle aber im Unterschied zum Biwaksack nicht im direkten Kontakt mit dem Schlafsack.

Wenn du beim Schwarzzelten partout nicht gesehen werden willst, einfach mal nach "ghillie suit" googeln, haha
Nach oben   Versenden Drucken
#1465463 - 08.04.21 21:58 Re: Biwaksack [Re: Gina]
FordPrefect
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2926
Ich reise oft ohne Zelt, aber so ein dichter Sack taugt nicht für die Reise - der ist ein Überlebensteil für Bergwanderer. Ich hatte so einen dichten Sack bei meinem ersten eigenen Urlaub mit 18 dabei. Ich bin über Schottland nach Irland getrampt und habe genau 2 Nächte darin gepennt. Nach der halben Nacht war es drin naß - kondensnaß - und dann wurde es im relativ leichten Synthetikschlafsack kalt / ein Daunenschlafsack wäre noch schlimmer gewesen! Ich habe dann meist bei Bauern in der Scheune gepennt.

Ich habe immer noch einen Biwaksack - aber der ist auf der Oberseite aus Baumwollmischgewebe und nicht regendicht. Er hält den Tau und Reif ab - der Schlafsack bleibt trocken. Er hält Wind und Dreck ab und ist auf der Unterseite dicht. Wenn allerdings mit Regen zu rechnen ist, habe ich eine andere Lösung: Ich habe eine wasserdichte Plane aus leichtem Bändchengewebe auf etwas 2,4m x 2m zugeschnittenund lege das offen auf den Boden. 80cm habe ich von 2,4m auf etwa 2m gekürzt. Wenn ich mein Lager mache, lege ich Isomatte und Schlafsack auf diese 80cm und lasse den Rest offen und leer liegen. Kommt Regen auf, klappe ich das 1,2m x 2,4m große Stück Folie über mich und liege geschützt. An der langen Außenkante habe ich 2-3 Schnüre, die ich in Äste, einen Zaun oder vorbereitete Heringe einhängen kann, damit der Wind mich nicht wieder aufdeckt. Das ist primitiv, aber besser als ein komplett wasserdichter Sack. da seitlich immer etwas Luft ausgetauscht wird...

Und wenn richtiger Dauerregen zu erwarten ist, wird das Zelt mitgenommen, oder in einem Zimmer, Jugendherberge oder Hotel übernachtet.... Biwaksack oder Plane sind immer nur für Kurzreisen mit 2-3 Übernachtungen (läßt sich durch Wetterprognose einigermaßen abschätzen) - bei längeren Reisen nehme ich immer mein Zelt.

Liebe Grüße / Micha
-------------------------------------------------------
Always look on the bright side of life !

Geändert von FordPrefect (08.04.21 22:00)
Nach oben   Versenden Drucken
#1465481 - 09.04.21 08:29 Re: Biwaksack [Re: Gina]
Mikel265
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 303
Hallo

ich habe einen über 20 Jahre alten Biwaksack der wohl auf der Oberseite eine Gore Tex Membran hat. Gewicht ca 500g

Der wird zumindest wenn sich mein Kopf außerhalb befindet nicht zur Tropfsteinhöhle. Bei Regen ist aber entweder mein Kopf vom Regen nass oder ich bekomme mit dem Kopf im Sack keine Luft mehr und habe zusätzlich den Kondens innen drin.

Habe den Sack beim Radfahren für einzelne Übernachtungen mti absolutem minimal Gepäck benutzt. Dann nur mit ganz dünnem Schlafsack. Als es anfing nachts zu regnen, bin ich eben aufgestanden und weiter gefahren :-)

Beim wandern habe ich den schon oft dabei. Z.B. auf meiner 9 Tages Westweg Tour dabei gehabt. Übernachtung in offenen Schutzhütten. Da hat er mich bei Wind bzw in Frostnächten gut warm gehalten.

Für Notfälle habe ich beim Bergwandern einen ganz leichten Biwacksack (wohl eher für den einmaligen Gebrauch bei Notfällen (Material wie eine Rettungsdecke)

Viele Grüße

Michael
Nach oben   Versenden Drucken
#1465532 - 09.04.21 13:33 Re: Biwaksack [Re: Gina]
Ednett
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 68
Ich hatte die gleiche Idee wie du - und hab mir letztes Jahr den Hunka Xl von Alpkit gekauft. Ich hatte ihn jetzt so 10-12mal im Einsatz und bin bis jetzt sehr zufrieden. Die Tropfsteinhöhlenerfahrung habe ich bisher nicht machen müssen. Allerdings muss man sich darauf einstellen, dass man bei einsetzendem Regen in der Nacht einen Plan B benötigt. Denn ohne Tarp ist es echt nervig, sich vor den Regentropfen im Gesicht zu schützen - an Schlaf ist da nicht mehr zu denken (ist mir aber nur einmal für ne halbe Stunde passiert - im Notfall habe ich dann auch noch ein Zelt dabei)

Gewöhnungsbedürftig finde ich nur den Innenstoff des Biwaksacks. Gerade wenn es wärmer ist und man den Schlafsack öffnet, hab ich den Kontakt meiner nackten Beine und Füße mit dem Sack als unangenehm empfunden. Abhilfe bietet da wahrscheinlich ein Inlay für den Schlafsack (was aber wieder mit zusätzlichem Gewicht verbunden ist).
Nach oben   Versenden Drucken
#1465535 - 09.04.21 13:43 Re: Biwaksack [Re: Ednett]
snoopy_226k
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 765
Ich finde das Elan von Alpkit spannend, das sollte Regen und Krabbelgetier sicher fernhalten. Dafür ist wahrscheinlich wieder das Kondenswasserthema das größere Problem.

Habe aber gar keine Erfahrung vom Übernachten ohne Zelt... wäre dann auch mein erster Versuch.
Unser Lebenstraum von Nord nach Süd:
http://www.2RadReise.de
Nach oben   Versenden Drucken
#1465559 - 09.04.21 17:22 Re: Biwaksack [Re: Gina]
irg
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 5066
Noch etwas: Wenn du ohnehin ein Zelt mit nimmst, ist ein Biwaksack reiner Ballast, noch dazu auf deiner geplanten Tour. Dort, wo du halbwegs sichtgeschützt bist, kannst du das Zelt auf bauen, dort, wo du das nicht bist, stellt sich die Frage, ob du als Frau alleine gerne ohne Zelt schläfst.
Dazu kommt, dass du dich in einer warmen Nacht auch ohne Zelt im Freien in den Schlafsack legen kannst, das habe ich schon oft gemacht. Nur wenn die Kombination Abkühlung und Luftfeuchtigkeit stimmt, gibt es Tau.

Auf deiner geplanten Alpentour sehe ich kein Problem, Einheimische zu fragen, ob du auf ihrem Grund übernachten darfst. Klar, es gibt immer Ausnahmen, wo du gegen Abend hin niemanden finden kannst, aber auch da habe ich immer noch eine Möglichkeit gefunden. Oft reicht eine Geländekante oder eine Buschreihe, und du bist de facto unsichtbar. Als Frau wirst du noch weniger bedrohlich wahr genommen, als ein radelnder Mann. Ein Platzerl am Waldrand oder im Wald ist auch gemütlich. Du kannst dich auch überall leicht verständigen.

Ein grünes oder braunes (was mir gar nicht gefallen würde) Zelt hilft dabei, nicht auf zu fallen.

Hier ist so ein nettes Platzerl, im Wienerwald. Die Straße ist hinter der etwas dünn geratenen Hecke, aber oberhalb. Wenn die Dämmerung einsetzt, bist du dort unsichtbar. Und die Lage war ein Logenplatz, einfach schön!


"mein" Platzerl im Wienerwald

lg!
georg

Geändert von Keine Ahnung (09.04.21 19:09)
Änderungsgrund: Verlinkung korrigiert ...
Nach oben   Versenden Drucken


www.bikefreaks.de