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#1444270 - 16.09.20 15:48 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: Juergen]
Keine Ahnung
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 10064
In Antwort auf: Juergen
[zitat=Keine Ahnung][liste]

Vorschlag:
Bei meinem nächsten Besuch in Bremen stellen wir beide so viele Mülltonnen auf die Strasse, wie wiele Jahre wir alt sind dafür .


Da müssen wir allerdings eine längere Straße suchen zwinker .
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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#1444272 - 16.09.20 15:54 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: Keine Ahnung]
nachtregen
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2605
In Antwort auf: Keine Ahnung
Definitiv gibt es noch gefährlichere Situationen, aber zu schnell und rücksichtslos fahrende Radfahrer gibt es tatsächlich und auch dem muss entgegengewirkt werden.

Kein Einwand, aber der Ort ist auch dafür nicht besonders gut geeignet - es gibt in der Stadt tausende Orte, an denen man tatsächlich regelmäßig rücksichtslos fahrende Radfahrer beobachten kann, hingegen ist es an dem Ort relativ Wurst, wenn jemand mit 30 statt den erlaubten 20 km/h fährt - davon geht weder eine besondere Gefährdung noch eine Belästigung aus.
--
Stefan

Geändert von nachtregen (16.09.20 15:56)
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#1444273 - 16.09.20 16:40 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: Keine Ahnung]
Margit
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 4784
möchte Dir voll und ganz zustimmen. Radfahrer möchten als Verkehrsteilnehmer ernst genommen werden, stellen jede Menge Ansprüche - aber die StVO gilt scheinbar nur für Andere.
Viele Grüße
Margit
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#1444274 - 16.09.20 16:56 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: Margit]
Keine Ahnung
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 10064
Zum Glück hält sich die überwiegende Zahl an Radfahrern an die Regeln, aber es gibt tatsächlich etliche, die offensichtlich denken, dass Radfahrer hier einen "größeren Freiraum für die Auslegung von Regeln" haben. Erst vor zwei Wochen hatte ich einen Radfahrer angesprochen, der sich an einer Gruppe wartender Kinder vorbeigedrängelt hat, um bei Rot über die Ampel zu fahren. Er wäre jetzt kein besonders gutes Vorbild für die Kinder ... "Kümmere Dich um Deinen eigenen Dreck!" begleitet vom Vorzeigen einer gezielten Auswahl der fünf Finger der Hand war die Antwort. Es ist aber tatsächlich so, dass solche "Öffnungen der berühmten vier Buchstaben" im Autoverkehr gefährlicher sind, wobei sie dort dann aber häufig Regeln befolgen, die sie auf dem Fahrrad missachten. Ich gebe Dir völlig recht, dass man nur dann glaubhaft für die Rechte und die Sicherheit der Radfahrer Ansprüche erheben kann, wenn man auch Regeln für sich selber akzeptiert.
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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#1444281 - 16.09.20 20:22 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: BaB]
nachtregen
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 2605
Das scheint u.a. auf diesen Hetzartikel der B.Z. zurückzugehen:

https://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/bl...-ans-tempolimit
--
Stefan
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#1444287 - 16.09.20 21:05 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: nachtregen]
Keine Ahnung
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 10064
Was ich nicht verstehen kann ist, wie eine Geschwindigkeitsbegrenzung für Radfahrer eingefordert werden kann, wo es keinerlei Vorschrift für die Nutzung eines Fahrradtachos gibt. Eine Geschwindigkeit kann so bestenfalls "gefühlsmäßig" eingehalten werden. Angepasste Fahrweise wäre eher realisierbar.
Gruß, Arnulf

"Ein Leben ohne Radfahren ist möglich, aber sinnlos" (frei nach Loriot)
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#1444290 - 16.09.20 21:35 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: Margit]
Uwe Radholz
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 6082
Auch wenn es aussichtslos erscheint, will ich es wieder tun, nämlich meinen steinalten Text abzulassen: ein Idiot in einem Porsche ist ein Porsche fahrender Idiot. Steigt er aus und nimmt sein Fahrrad, ist er ein Rad fahrender Idiot und wenn er das letzte Stück zu Fuß geht, ist er immer noch der selbe Depp.
Das Fahrzeug macht nicht, das man klüger oder dümmer wird. Es ändert nur das Schadenspotential.
Und überhaupt bin ich sehr sicher, dass die meisten Radfahrer in Deutschland gleichzeitig Autofahrer sind. Fußgänger sowieso.
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#1444291 - 16.09.20 21:51 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: nachtregen]
Uwe Radholz
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 6082
In Antwort auf: nachtregen
Das scheint u.a. auf diesen Hetzartikel der B.Z. zurückzugehen:

https://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/bl...-ans-tempolimit


Haben die sich tatsächlich das hingestellt und privat Geschwindigkeiten gemessen? Das ist doch alles nicht war.
Da sind vor ein paar Wochen auf der Breite der Straße ununterbrochen Autos mit den üblichen Geschwindigkeiten gefahren und jetzt auf einem Viertel der Bahn Fahrräder. Und das es wirklich sehr viele sind, die schneller als 20 fahren, glaube ich schon mal nicht. Aber selbst wenn, ist doch so sehr viel mehr Platz für Fußgänger als jemals seit Berlin und Cölln vereinigt wurden.
Nee, ich bin sehr dafür, Rücksicht von jedem zu fordern und möglichst durchzusetzen. Aber ich sehe nicht, dass das dort Priorität haben sollte.
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#1444301 - 16.09.20 23:14 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: Keine Ahnung]
veloträumer
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 15611
In Antwort auf: Keine Ahnung
Was ich nicht verstehen kann ist, wie eine Geschwindigkeitsbegrenzung für Radfahrer eingefordert werden kann, wo es keinerlei Vorschrift für die Nutzung eines Fahrradtachos gibt.

Ich glaube, das ist nicht nötig. Geschwindigkeitsbeschränkungen gibt es ja auch andernorts wie 30er-Zone oder innerorts 50 km/h usw. Die musst du als Radler auch einhalten, das ist also nicht neu. Wie du die Geschwindigkeiten einhälst, bleibt dir überlassen - das ist doch ein gute Freiheit. Heute sind auch Tachos häufiger als früher, durch GPS und E-Bikes, die ja schon Kmplettamraturen nach Autovorbild haben.

Das Problem liegt aber nicht in der Geschwindigkeit, sondern im generellen Fahrverhalten. Das lässt auch hier in Stuttgart immer wieder gut beobachten. Agressive Radler schneiden (Lauf)Wege ab, überholen sehr knapp und stecken nie zurück, pochen hingegen auf Vorrechte, maulen laut herum, wenn man sie nicht durchschießen lässt usw. VERkrhserziehung dürfte nicht weit helfen, auch nicht praktikabel.

Man kann das durch bauliche Maßnahmen verändern. Wenn man eine Fahrradstraße macht, ist eine Beschränkung auf 20 km/h unsinnig. Im Flachen rollt das Rad ohne Anstrengung schon mal leicht auf ca. 25 km/h, ohne Sportler am Lenker. Im Artikel sind gleich zwei unverdächtige RadlerInnen mit über 20 km/h genannt. (Das erinnert mich an einen WDR-Beitrag vor Jahren, in dem eine alte Oma mit Radl und Einkaufstüte am Lenker in der Fußgängerzone "erwischt" wurde, die kaum das Rad gerade halten kann und über nicht über Shcittgeschwindigkeit hinauskam. Das lief unter der reißßerischen Überschrift "Rad-Rowdys".) Will man eine Flaniermeile, in der auch Radler fahren dürfen, kann man das als Fußgängerzone ausweisen mit Erlaubnis Radfahren und Hinweis auf Rücksichtnahme. Dann sollte aber auch keine Radspur markiert sein etc., gebrochene Linien existieren (Bänke, Bäume, Bestuhlung, unrhyhtmisch ohne kanalisierte Mittelspur).

Das Problem liegt stadtplanerisch wohl darin, dass man Schnelltrassen für Radler (Pendler etc.) mit shared space gleichsetzen möchte. Das sind aber verschiednene Dinge und ggf. muss man zwei verschiedene Achsen dafür bauen - und natürlich zu Lasten der Autodominanz, die in fast allen Städten noch exisitiert. Das wollen aber viele Stadtrräte immer noch verhindern und so werden auf eine Vorzeigestraße gleich mehrere Fortschrittsideen projiziert, die eigentlich viel mehr Raum beanspruchen würden.
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
Pedalgeist - Panorama für Radreisen, Landeskunde, Wegepoesie, offene Ohren & Begegnungen
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#1444302 - 16.09.20 23:17 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: Uwe Radholz]
veloträumer
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 15611
In Antwort auf: Uwe Radholz
Auch wenn es aussichtslos erscheint, will ich es wieder tun, nämlich meinen steinalten Text abzulassen: ein Idiot in einem Porsche ist ein Porsche fahrender Idiot. Steigt er aus und nimmt sein Fahrrad, ist er ein Rad fahrender Idiot und wenn er das letzte Stück zu Fuß geht, ist er immer noch der selbe Depp.
Das Fahrzeug macht nicht, das man klüger oder dümmer wird. Es ändert nur das Schadenspotential.
Und überhaupt bin ich sehr sicher, dass die meisten Radfahrer in Deutschland gleichzeitig Autofahrer sind. Fußgänger sowieso.

bravo Schöner hätte ich es auch nicht schreiben können.
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
Pedalgeist - Panorama für Radreisen, Landeskunde, Wegepoesie, offene Ohren & Begegnungen
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#1444325 - 17.09.20 09:22 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: Keine Ahnung]
Lagerschaden
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 365
In Antwort auf: Keine Ahnung
... aber Regeln müssen für alle gelten und nicht nur für Autofahrer.


Das ist so ein Punkt, der gerne immer wieder genannt wird, mit dem ich aber etwas Bauchschmerzen habe. Im Prinzip stimmt das natürlich, es ist in der Praxis aber ganz häufig problematisch wenn die Regeln ganz offensichtlich nur im Hinblick auf das Auto gemacht wurden...

Ich habe da so eine schöne Beispielstrecke auf meinem täglichen Arbeitsweg:

Dreispurige Straße mit einem benutzungspflichtigen Radweg neben dran. Dieser ist so ungünstig geführt das ich auf ihm über eine Fußgängerampel muss und regelmäßig von rechtsabbiegenden Autofahrern übersehen werde. Eine furchtbar gepflasterte Huppelpiste ist er noch dazu.

Ich fahre dort also Regelwidrig auf der Straße. Dort sind noch zwei Ampeln, die ich regelmäßig bei Rot überfahre. Warum? Sie stehen an Kreuzungen, die bis auf seltene Busse aus einem Werksgelände kaum Querverkehr haben und zudem sehr gut einsehbar sind.

Fahre ich gleichzeitig mit den Autos los, werde ich häufig geschnitten und gelegentlich angehupt. Man will ja schließlich möglichst bald an der nächsten roten Ampel stehen. lach

Ergo jeden Fahrt zwei mal bewusst gegen geltende Regeln verstoßen, ganz bestimmt kein gutes Vorbild und alle halbe Jahre werde ich mal von irgendwem aus einem geöffneten Fenster angemault. Dafür aber sicherer und entspannter über eine blöde Stelle gesegelt.

Ich sehe das als gerechtfertigt an, das ist aber ganz sicher diskutabel. In meiner Sicht sehen so allerdings Grauzonen aus, wo es nicht ganz einfach ist nur auf die Einhaltung von Regeln zu pochen.
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#1444330 - 17.09.20 09:32 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: Lagerschaden]
Juergen
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 10737
Würde ich dein Radfahrverhalten an mein Autofahrverhalten adaptieren, dürftest Du mich täglich und zu Recht bei der Polizei anzeigen.
Auch wenn der Polizist in erster Linie Autofahrer ist, müsste er die Anzeige aufnehmen und mich bei andauernder Unbelehrbarkeit in den Knast stecken.

Fahr doch mal zur Polizei und zeig denen, worüber Du dich ärgerst. Vielleicht hilft das ja?
° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° ° °
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Off-topic #1444363 - 17.09.20 16:44 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: veloträumer]
derSammy
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 17418
Kleine Korrektur Matthias: Die Maximale Höchstgeschwindigkeit von 50km/h innerhalb geschlossener Ortschaften gilt für KfZ, also genau genommen NICHT für Radfahrer. Allerdings gibts auch den allgemeinen Paragraphen zur angepassten Geschwindigkeit, das musst du dann schon gut begründen, wo du mit dem Rad mehr als 50km/h innerorts für angemessen erachtest, geschweige denn, dass du das auch erst mal fahren können musst.
Sobald Tempo-Schildchen da stehen, gelten die aber auch für Radfahrer, Tacho und Motor hin oder her.
Komm wir grillen Opa. Es gibt Koch und Suppenfleisch!
Satzzeichen können Leben retten.

Geändert von derSammy (17.09.20 16:44)
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#1444364 - 17.09.20 16:49 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: Juergen]
derSammy
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 17418
Die Polizei kann da nur wenig machen. Für Beschilderungen und schlechte Radwege sind andere Verwaltungsorgane zuständig.
Wenn es regelmäßige Verkehrsschauen gibt (laut (VwV-)StVO müsste das regelmäsig der Fall sein), kann die Polizei bestenfalls in dem Rahmen die Bedenken einbringen.
Komm wir grillen Opa. Es gibt Koch und Suppenfleisch!
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#1444366 - 17.09.20 16:55 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: Lagerschaden]
derSammy
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 17418
Ich sehe da noch ganz andere Dinge. Wie viele Radverkehrsanlagen sind per Design direkt regelwidrig angelegt? Oder wie viele Radrouten führen direkt an Sperrscheiben (Verbot für Fahrzeuge aller Art) vorbei? In wie viele eigentlich freigegebene Einbahnstraßen darf ich mit dem Rad gar nicht abbiegen, weil ein Blaupfeil (ohne Radfahrerausnahme) es verbietet? Wieviele Baustellenbeschilderungen ergeben für Radfahrer aber so überhauptgarkeinen Sinn?

Das gibt zig solche Fälle, wo Radfahrer dazu "erzogen" werden, bestimmte Regeln nicht zu beachten. Man lernt: Bei der Beschilderung wird nicht an Radfahrer gedacht. Ergo: man fragt sich bei allen Schildern, ob sie sinnvoll sind und viele sind es für den Radverkehr nicht...
Komm wir grillen Opa. Es gibt Koch und Suppenfleisch!
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#1444369 - 17.09.20 17:09 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: derSammy]
Juergen
Moderator
abwesend abwesend
Beiträge: 10737
In Antwort auf: derSammy
Die Polizei kann da nur wenig machen. Für Beschilderungen und schlechte Radwege sind andere Verwaltungsorgane zuständig.
Glaube mir, dass ich nicht über einen Radweg fahre. Sollte die Situation in ein paar Wochen noch so sein, fahre ich mit dem Auto bis auf die Mitte der Kreuzung und bleibe dann stehen, damit ich nicht auf den Radweg muss.
Und jetzt brauchst Du nicht mehr Glauben sondern wirst Wissen, wer sich um mich kümmert. Nein, es wird nicht der Planungsreferent sein. grins
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#1444386 - 18.09.20 00:50 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: Uwe Radholz]
Oldmarty
Mitglied
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Beiträge: 6689
In Antwort auf: Uwe Radholz
In Antwort auf: nachtregen
Das scheint u.a. auf diesen Hetzartikel der B.Z. zurückzugehen:

https://www.bz-berlin.de/berlin/mitte/bl...-ans-tempolimit


Haben die sich tatsächlich das hingestellt und privat Geschwindigkeiten gemessen? Das ist doch alles nicht war.
Da sind vor ein paar Wochen auf der Breite der Straße ununterbrochen Autos mit den üblichen Geschwindigkeiten gefahren und jetzt auf einem Viertel der Bahn Fahrräder. Und das es wirklich sehr viele sind, die schneller als 20 fahren, glaube ich schon mal nicht. Aber selbst wenn, ist doch so sehr viel mehr Platz für Fußgänger als jemals seit Berlin und Cölln vereinigt wurden.
Nee, ich bin sehr dafür, Rücksicht von jedem zu fordern und möglichst durchzusetzen. Aber ich sehe nicht, dass das dort Priorität haben sollte.



Also die Polizei hat keine angetroffen
Präventionparadoxum

Man sieht Schäden nicht, die ausgeblieben sind
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#1444387 - 18.09.20 06:55 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: veloträumer]
Uwe Radholz
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 6082
Falls sich die Vorschrift nicht geändert hat, musst du als Radler innerorts die 50Km/h nicht beachten. Die gelten für Kraftfahrzeuge.

Wirklich relevant ist das aber offensichtlich nicht, auch wenn es Städte gibt, in denen auch ein durchschnittlich sportlicher Radler das überschreiten kann. Vielleicht sogar bei euch in Stuttgart?
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#1444389 - 18.09.20 07:49 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: Juergen]
Lagerschaden
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 365
In Antwort auf: Juergen
Fahr doch mal zur Polizei und zeig denen, worüber Du dich ärgerst. Vielleicht hilft das ja?


Ich melde das so alle paar Monate mal den zuständigen Stellen der Stadt. Seit mindestens zwei, drei Jahren. Passiert ist noch nichts...
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#1444439 - 19.09.20 07:54 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: Lagerschaden]
Hartmut.L
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 339
Radwegeschilder die dich zwingen einen Radweg zu benutzen,der nicht den Mindestanforderungen entspricht müsstest Du vor dem Verwaltungsgericht wegklagen. Solange sie aufgestellt sind musst Du sie beachten auch wenn der Radweg zu schmal, zu holprig und sonstwie gefährlich ist...Ausnahme wäre ein nicht geräumter Radweg im Winter.
Hartmut
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#1444441 - 19.09.20 09:27 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: Hartmut.L]
derSammy
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
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Beiträge: 17418
Naja, ganz so einfach ist es nicht.
Du musst/darfst dich nie selbst mehr gefährden als nötig. Gibt durchaus auch andere Gründe als nicht geräumter Radweg einen solchen zu ignorieren (Scherben, extremes Gefahrenpotential, für dich nicht nutzbar, weil du davon z.B. nicht links abbiegen kannst,...). Das Problem ist nur, dass der Ball dann bei dir liegt und du im Zweifelsfall das vor der Rennleitung oder dem Gericht begründen musst.
Komm wir grillen Opa. Es gibt Koch und Suppenfleisch!
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#1444682 - 22.09.20 15:32 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: Uwe Radholz]
veloträumer
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
anwesend und zufrieden anwesend
Beiträge: 15611
In Antwort auf: Uwe Radholz
Falls sich die Vorschrift nicht geändert hat, musst du als Radler innerorts die 50Km/h nicht beachten. Die gelten für Kraftfahrzeuge.

War mir so nicht bekannt - bin also jahrelang zu langsam gefahren. verwirrt lach Die Regel gilt aber nur für übliche Normgeschwindigkeiten, Abweichungen müssen beachtet werden. Also in einer 30er-Zone muss ich mich dran halten, ebenso wenn es eine innerörtliche Straße mit maximal erlaubten 60 km/h gibt, bei Landstraßen ebenfalls von der Norm abweichende Geschwindigkeitsbeschränkungen. Ich vermute auch eher eine Nachlässigkeit des Gesetzgebers, weil er mit solche Radgeschwindigkeiten nicht für möglich hält. Die Grundregeln sind ja auch recht alt und mit angepasster Fahrweise ist es juristisch ausreichend abgedeckt. Durch die noch eher junge 30er-Zone wurde es aber akut, die die Höchstgeschwindigkeit auf für Velos festzuklopfen.

In Antwort auf: Uwe Radholz
Wirklich relevant ist das aber offensichtlich nicht, auch wenn es Städte gibt, in denen auch ein durchschnittlich sportlicher Radler das überschreiten kann. Vielleicht sogar bei euch in Stuttgart?

Im Regelfall sind 50 km/h als Radler theoretisch. In der Praxis gibt es aber Orte mit vielen abschüssigen Straßen, wo das relevant sein könnte, theoretisch auch in Stuttgart. Trotz der Stuttgarter Höhentopografie sind aber 50 km/h ohne Aussicht auf anschließendenen Krankenhausbesuch jedoch kaum möglich, weil man selbst die 21 % Gefälle auf der Alten Weinsteige nicht einfach runterbrettern kann. Eher geht es auf flacherem Gefälle wie der Neuen Weinsteige, wenn man sportlich tritt, bin aber nicht sicher, aber da teils ohnehin 60 km/h erlaubt sind, weil nicht richtig Stadtareal.
Liebe Grüße! Ciao! Salut! Saludos! Greetings!
Matthias
Pedalgeist - Panorama für Radreisen, Landeskunde, Wegepoesie, offene Ohren & Begegnungen
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#1444706 - 22.09.20 20:22 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: veloträumer]
Uwe Radholz
Mitglied
Themenersteller
abwesend abwesend
Beiträge: 6082
Stimmt. Durch Verkehrszeichen festgelegte Höchstgeschwindigkeiten gelten für alle: Pferd, Rad, Auto - egal. Nur eben, und ich kenne kein zweites Beispiel, die generellen 50 Km/h nicht. Läuft ein Pferd so schnell? Keine Ahnung, vermute aber, dass es das kann.
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#1444748 - 23.09.20 08:07 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: Uwe Radholz]
Andreas
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 14099
In Antwort auf: Uwe Radholz
Stimmt. Durch Verkehrszeichen festgelegte Höchstgeschwindigkeiten gelten für alle: Pferd, Rad, Auto - egal. Nur eben, und ich kenne kein zweites Beispiel, die generellen 50 Km/h nicht.

Dito die generellen 100 km/h außerorts. Es gab schon schnellere Liegeradfahrer.

Grüße
Andreas
Radreiseberichte aus vier Kontinenten: Liegerad-Fernweh
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Off-topic #1444788 - 23.09.20 17:31 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: Andreas]
derSammy
Mitglied Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 17418
Ist auch auf dem Solo(renn)rad schaffbar. Aber wo? Alpine Abfahrt mit entsprechend übersichtlicher Strecke. Also auf 0,01% des deutschen Straßennetzes. schmunzel
Komm wir grillen Opa. Es gibt Koch und Suppenfleisch!
Satzzeichen können Leben retten.

Geändert von derSammy (23.09.20 17:32)
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Off-topic #1444794 - 23.09.20 18:50 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: Uwe Radholz]
iassu
Mitglied
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Beiträge: 21866
Die nun auch nicht mehr ganz so neuartigen Blitzersäulen erkennen Zweiradfahrer. Ich kann mit 60 an der Säule im 40-Bereich vorbeirauschen und nix passiert.


(Natürlich habe ich das nur ein einziges Mal unter polizeilicher und notarieller Aufsicht zu Testzwecken gemacht unschuldig unschuldig unschuldig )
Gruß Andreas
Onkel Ju 2

Geändert von iassu (23.09.20 18:50)
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#1444818 - 24.09.20 07:45 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: Uwe Radholz]
irg
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 4677
In Antwort auf: Uwe Radholz
Falls sich die Vorschrift nicht geändert hat, musst du als Radler innerorts die 50Km/h nicht beachten. Die gelten für Kraftfahrzeuge.

Wirklich relevant ist das aber offensichtlich nicht, auch wenn es Städte gibt, in denen auch ein durchschnittlich sportlicher Radler das überschreiten kann. Vielleicht sogar bei euch in Stuttgart?


Auch wenn ich mich radtourenbedingt erst jetzt ein klinke:
Ist das in Deutschland eine allgemeine Rechtslage? In Graz haben wir z.B. einen Dauerbrenner in einer Gasse mit Fußgänger- und Radfahrerverkehr. Dort misst die Polizei die Geschwindigkeit (max. 12km/m sind erlaubt) und bestraft. Wenn ich keinen Tacho am Rad habe, kann ich behaupten, nicht gewusst zu haben, dass ich zu schnell war. Wie weit das Straffreiheit bedingt, ist dabei ziemlich unklar.
Dass das Schlamassel dort ein Ergebnis konsequent falscher Verkehrspolitik ist, ist eine andere Sache. Der Radverkehrsbeauftragte der Stadt kriegts auf den Kopf, und andere haben es, v.a. politisch, versemmelt.

Zu einem anderen Posting weiter oben: Wenn ich eine Verkehrslösung für unsinnig halte, kann ich das der Polizei melden. Diese ist aber genau die falsche Adresse: Sie hat zu exekutieren, nicht Verkehr zu planen oder zu steuern. Das Risiko, dass eine solche Eingabe mit vielen anderen in der Rundablage landet, ist äußerst hoch. Dann findet sich die sinnvolle und gut gemeinte Eingabe zwischen denen, die die Handymastenstrahlung und die Verschwörung der Rothschilds gegenüber unserer Freiheit anklagen. Da ist es besser, die richtige Abteilung dafür zu suchen.

lg!
georg

lg!
georg
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#1444824 - 24.09.20 08:17 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: Uwe Radholz]
Toxxi
Moderator Übernachtungsnetzwerk
abwesend abwesend
Beiträge: 19838
In Antwort auf: Uwe Radholz
Stimmt. Durch Verkehrszeichen festgelegte Höchstgeschwindigkeiten gelten für alle: Pferd, Rad, Auto - egal. Nur eben, und ich kenne kein zweites Beispiel, die generellen 50 Km/h nicht.

Nut für Fahrzeuge.

Jogger, Skateborder, Rollerfahrer, Seifenkisten u.ä. gelten nicht als Fahrzeuge im Sinne der StVZO. Zu Rollern gab es mal ein hochinstanzliches Gerichtsurteil. Ein Tretroller mit Nabendynamo und V-Brakes bleibt ein Tretroller, Fahrradverbote in Fußgängerzonen gelten da nicht.

Gruß
Thoralf
Meine Räder und Touren im Radreise-Wiki

Geändert von Toxxi (24.09.20 08:19)
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#1444825 - 24.09.20 08:24 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: irg]
Lagerschaden
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 365
In Antwort auf: irg
Da ist es besser, die richtige Abteilung dafür zu suchen.


In Deutschland ist das normalerweise die Kommune. Häufig gibt es da auch eine Stelle, die sich mit dem Radverkehr befasst. Hier in Frankfurt ist das z.B. das Radfahrbüro: https://www.radfahren-ffm.de/219-0-Home.html

Die bauen halt auch nicht über Nacht mal einen Verkehrsknotenpunkt zum Fahrradparadies aus, aber zumindest kann man sein Anliegen platzieren und ggf. immer mal wieder nachhaken.
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#1444826 - 24.09.20 08:26 Re: Diskussion Radverkehr Stadt [Re: irg]
AndreMQ
Mitglied
abwesend abwesend
Beiträge: 4064
Das Verkehrsverhalten von Radlern ist nach meiner Beobachtung schlecht, d.h. Ignorieren von Verkehrsregeln und Gefährung von Fußgängern. Insbesondere letzteres ist eine bodenlose Sauerei, weil Vorsatz. Zu selten gefährden sie sich selbst und verunfallen dabei, weil andere (KFZ, Fußverkehr) ausweichen - es hätte zumindest einen erziehrerischen Effekt. Verkehrsüberwachung findet nicht statt - wie auch bei KFZ-Verkehr. Deshalb hält sich der KFZ-Verkehr auch nur an die Regeln, die das eigene Blech schonen. Wichtig ist der Lack, nicht die Knochen anderer. Üblich ist der vorsätzliche Rotlichtverstoß, weil die Ampelüberlappungszeiten gezielt ausgenutzt werden sowie falsch parken/halten mit allen Gefährdungen und natürlich der Geschwindigkeitsverstoß, wenn der Verkehr es zulässt. Die Abbiegefehler sind nicht so zahlreich, wie suggeriert wird. Weiterhin kann man sich an jeder Einmündung von vorneherein als Radler oder Fußgänger so stellen, dass LKW-Reifen nicht über einen rollen können - und man schaut nicht stur auf die gegenüber liegende Rotampel, sondern auf die Fahrzeugbewegung.
Es ist nicht möglich und unbezahlbar, eine Infrastruktur zu bauen, die kollektives Fehlverhalten unterbindet bzw. alle absichert, die sich nicht so verhalten. Das ist Aufgabe der Verkehrsüberwachung und der vom Gesetzgeber verfügten Bußgelder/Strafmaßnahmen, die in DE ganz bewusst und gegenüber dem KFZ-Verkehr augenzwinkernd niedrig gehalten werden. Scheuer hat es explizit und klar ausgesprochen. Aber auch die Radler "geniessen" völlige Befreiung von Verkehrsüberwachung und benehmen sich genau so.
Wenn in Graz die Polizei Radlertempo misst, ist das für DE-Verhältnisse geradezu revolutionär und würde hier wahrscheinlich an irgendeinem schwachsinnige Verwaltungsgericht scheitern, warum die Polizei in DE auch so wenig kontrolliert - es ist einfach für die Beamten zu frustrierend.
Übrigens ist in allen 30er-Zonen überhaupt keine Radfahrinfrastruktur notwendig, was die Kosten niedrig hält, sondern sicheres Fahren ist per 30er-Zone gegeben. Warum funktioniert das nicht und wie anders ist das Verhalten der Verkehrsteilnehmer (nicht die Infrastruktur) in NL, DK und SW? Oder auch in AT?
Fehler bzw. Unsinn in den Verkehrsregelung (LSA, Schilder, Streifen, ...) kann man meist per Mängel-App der Stadt melden, ich habe bei offensichtlichen Fehlern gute Erfahrungen damit gemacht. Bei Wünschen ist das (erwartungsgemäß) anders. So etwas muss immer über Verkehrsplanung und dann Stadtrat laufen, bzw. sogar erst von einer Fraktion/Stadtrat bei der Verkehrsplanung in Auftrag gegeben werden.
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